Zusammenfassung
Der Braunkohletagebau in Westdeutschland hinterlässt deutliche und messbare Spuren an der Erdoberfläche – nicht nur durch den Abtrag der Kohlebagger. Neue Forschungsergebnisse aus den rheinischen Kohlefeldern zwischen Aachen und Köln zeigen, dass der durch den Tagebau bedingte Abfall des Grundwasserspiegels weitreichende Bodensenkungen ausgelöst hat. Gleichzeitig hat er bereits vorhandene geologische Verwerfungen auf langsame, aseismische Weise reaktiviert. Diese Bewegungen machen sich an einigen Stellen der Oberfläche als Verwerfungsstufen, ungleichmäßige Setzungen und Schäden an Straßen, Häusern und anderer Infrastruktur bemerkbar.
Die Ergebnisse stammen aus zwei kürzlich in den Fachmagazinen „Engineering Geology“ und „Remote Sensing of Environment“ veröffentlichten Studien unter Leitung bzw. Beteiligung des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung. Mehr erfahren…

