Ein Eis- und Felsabbruch hat die verheerende Sturzflut im Himalaya ausgelöst. Große Berg- und Gletscherstürze kamen auch in den Alpen schon öfter vor. Die Dimensionen und Geländeformen seien aber andere, sagen Experten.
Die Höhenunterschiede im Himalaya etwa seien extremer – und damit die möglichen Fallhöhen und Reichweiten, mit Folgen für den gesamten Prozess vom Abbruch bis zur Sturzflut, sagt Oliver Korup, Leiter der Arbeitsgruppe Naturgefahren an der Universität Potsdam.
„Die beschriebenen Prozesse können prinzipiell in allen hochalpinen, das heißt vergletscherten Bergregionen auftreten“, sagt auch Jan Beutel, Professor mit Schwerpunkt Hochalpine Kryosphäre an der Universität Innsbruck. „Neu ist in der jüngeren Vergangenheit eine starke Zunahme der wirklich großen Ereignisse, so beispielsweise 2025 in Blatten (Schweiz) und jetzt in Langtang (Nepal/Tibet).“

