Satellitenbahnen zeigen, wie die Erde die Raumzeit mitzieht.
Zusammenfassung
Ein internationales Forschungsteam hat mithilfe hochpräziser Laserentfernungsmessungen zu Satelliten einen zentralen Effekt der Allgemeinen Relativitätstheorie so genau wie nie zuvor im Erdorbit vermessen. Die im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie zeigt: LARES-2 ermöglicht gemeinsam mit dem älteren Satelliten LAGEOS eine Messung des sogenannten Frame-Dragging-Effekts, der von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt wird, mit einer relativen Unsicherheit von etwa 0,2 Prozent. Damit verbessert sich die Genauigkeit gegenüber früheren Tests im Sonnensystem um ungefähr einen Faktor 10. Eine wichtige Grundlage für diese hohe Genauigkeit sind auch die hochpräzisen Schwerefeldbestimmungen der Satellitenmissionen GRACE und GRACE Follow-On, bei denen das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung eine führende Rolle hat. An der Studie war auch Dr. Patrick Schreiner vom GFZ beteiligt. Dass sich dieser Effekt im Erdorbit mit solcher Genauigkeit messen lässt, zeigt, wie leistungsfähig moderne Satellitengeodäsie, präzise Bahndynamik und Erdschwerefeldmodellierung heute sind. Im Rahmen ihrer Studie demonstrierten die Forschenden auch, dass solche Präzisionsmessungen nicht nur für die Überprüfung grundlegender physikalischer Prinzipien nützlich sind, sondern auch neue Informationen über die Gezeiten der Erde und die Dynamik unseres Planeten liefern. Mehr erfahren…

