Zusammenfassung
Die Speicherung von Energie ist ein wesentlicher Baustein für eine sichere, resiliente und erneuerbare Energieversorgung. Um im Bereich der erneuerbaren Wärmeversorgung Angebot und Nachfrage auszugleichen, braucht es große Wärmespeicher, zum Beispiel in Form unterirdischer Wasservorkommen. Ein solcher sogenannter Aquifer-Wärmespeicher soll in Berlin-Adlershof entstehen. Dort haben Forschende des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung um Stefan Kranz und Lioba Virchow nun ein umfangreiches Testprogramm durchgeführt, um die Eignung eines Grundwasserleiters in einer Tiefe von 350 bis 400 Metern für die saisonale Wärmespeicherung zu bewerten.
Im Rahmen des sogenannten Hot-Push-Pull-Testprogramms wurden mehrere Wärmespeicherzyklen über einen kurzen Zeitraum simuliert, um den späteren Betrieb während der saisonalen Speicherung nachzuahmen. Dabei wurden u.a. das Verhalten des Wassers im Untergrund, chemische und mikrobiologische Eigenschaften, Druck- und Temperaturverhalten rund um das Bohrloch und weitere Parameter beobachtet. Die Tests begannen im Juli 2025 und konnten Anfang November erfolgreich abgeschlossen werden. Die Hauptbohrungen für den Wärmespeicher sind vom Industriepartner BTB „Berliner Blockheizkraftwerks-Träger- und Betreibergesellschaft“ in den kommenden Monaten geplant. Die Forschungsbohrung wird dann als Monitoring-Bohrung für den Wärmespeicher genutzt. Mehr erfahren….
