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Fachsektion GeoTope und GeoParks

Tag des Geotops

Geotope sind laut Definition erdgeschichtliche Bildungen, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile. Geotope spielen insbesondere in Geoparks eine zentrale Rolle und sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr zum Gegenstand von regionalen Bildungs- und Erholungskonzepten geworden.

In der FS GeoTope und GeoParks kommen Menschen zusammen, die sich mit der Erforschung, der Nutzung und dem Schutz von Geotopen befassen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von Mitarbeitern in den Geologischen Diensten, Universitäten, Museen, Geoparks, Denkmalpflegebehörden und Rohstoffbetrieben bis hin zu Studenten und interessierten Laien. Die FS GeoTope und GeoParks dient als geowissenschaftliche Plattform zum regelmäßigen fachlichen Austausch.

Zentrale Veranstaltungen der FS GeoTope und GeoParks sind die einmal jährlich im Frühjahr stattfindende Fachtagung mit Tagungsband und der „Tag des Geotops“ im Herbst.

In der FS GeoTope und GeoParks verankert ist die „Arbeitsgemeinschaft der GeoParks“, die sich für die Interessen der Geoparks im deutschsprachigen Raum einsetzt.

 

Das Vulkaneum in Schotten
GeoTop 2020
Geotourismus – echte Chance oder Hype für eine nachhaltige Regionalentwicklung?

24. Internationalen Jahrestagung der Fachsektion Geotope und GeoParks der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV) vom 04.06.-07.06.2020 im Geopark Vulkanregion Vogelsberg e. V.

Der Vogelsberg im Zentrum Hessens ist mit einer Fläche von insgesamt 2.500 km² und einem Durchmesser bis ca. 65 km das größte geschlossene Vulkangebiet Mitteleuropas. Er grenzt im Westen bei Gießen an das Rheinische Schiefergebirge, im Norden schließt sich die Hessische Senke, im Osten der Lauterbacher Graben bis Fulda und im Süden das Kinzigtal mit dem Spessart an.         
Mit seiner höchsten Erhebung, dem Taufstein mit 774 m, hat der Vogelsberg einen ausgeprägten Mittelgebirgscharakter, über den die Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Weser verläuft. Nach aktuellen Datierungen beschränkte sich die Hauptphase der vulkanischen Aktivitäten im Miozän auf einen Zeitraum vor 18,2 – 16,3 Ma.

Der Begriff der Vulkanregion Vogelsberg hat sich im touristischen Leit- und Markenbild etabliert und trägt zur intensiven Stärkung der regionalen Identität bei. Sowohl in der Regionalentwicklung als auch im touristischen Marketing ist er mittlerweile als Alleinstellungsmerkmal gefestigt. Die vulkanische Vergangenheit dient als prägender Kristallisationspunkt für Bevölkerung, Besucher und regionale Akteure. Dies führte zur Gründung des Geoparks, der die nationale Zertifizierung anstrebt. Kern des Geoparks ist der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg, der älteste Naturpark Deutschlands. Ein Naturschutzgroßprojekt unterstreicht die nationale Bedeutung dieser Natur- und Kulturlandschaft mit Bergmähwiesen, Heckenzügen und Quellenreichtum.

Im Rahmen der GeoTop 2020 werden lokal relevante Ansätze aufgegriffen und beleuchtet, um einzuschätzen, ob der Geotourismus sowohl für den Vogelsberg, die Geoparks, als auch Naturparke insgesamt Entwicklungspotential bietet. Exkursionen führen zu Geostationen und prägenden Geotopen der Vulkanregion, wie dem europaweit einmaligen Steinbruch Michelnau-Vulkan. Deren Einbindung in die touristische Vermarktung und die Beteiligung örtlicher Akteure bilden den Rahmen für die Praxisbeispiele der Tagung. Die Tagung findet rund um das 2017 eröffnete „Vulkaneum“ in Schotten statt, das gekonnt Wissen und Unterhaltung mit einer Reise in die Zeit der Vogelsbergvulkane kombiniert - www.vulkaneum.com

Eine frühzeitige Zimmerreservierung wird empfohlen, da die Kapazitäten in der Stadt Schotten beschränkt sind. Spätbucher müssen evtl. eine längere Anreise zur Tagung in Kauf nehmen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Informationen zur Stadt Schotten und Zimmer-Buchung:                 
Tourist-Information Schotten
Am Vulkaneum 1
63679 Schotten
Telefon: (0 60 44) 66 51
E-Mail: info@remove-this.tourist-schotten.de    | https://www.tourist-schotten.de  | http://www.geopark-vogelsberg.de/

Freiburg im Breisgau
GeoTop 2019
Geotope und Geotourismus im digitalen Zeitalter

23. Internationale Jahrestagung der Fachsektion Geotope & Geoparks der DGGV im Mittleren und Südlichen Schwarzwald vom 16.-19.05.2019, Freiburg Geotop2019@rpf.bwl.de,

Geotope sind die unbelebten Zeugnisse der Erdgeschichte. Um sie in ihrer Bedeutung einzuordnen, sind meist gute geowissenschaftliche Kenntnisse erforderlich. Wie können die komplexen geologischen Zusammenhänge aber dem Laien näher gebracht werden? Wie kann aus einer scheinbar „trockenen“ Thematik ein Erlebnis werden? Ein gutes Mittel dazu sind die heute verfügbaren digitalen Medien, die durch eine Vielzahl von Programmen, Tools oder Anwendungen die eigentlich tote Materie zum Leben erwecken und dadurch die Attraktivität von Geotopen gerade auch für jüngere Zielgruppen steigern können.

Das Tagungsthema „Geotope und Geotourismus im digitalen Zeitalter“ richtet sich an Geowissenschaftler ebenso wie an Lehrkräfte und an in der Umweltbildung, insbesondere in Geoparks tätige Personen. Durch Vorträge und Poster werden Best Practice-Beispiele präsentiert, wie Erdgeschichte und komplexe geologische Prozesse anschaulich und erlebbar unter Einbeziehung von Geotopen vermittelt werden können. Dabei kommt den heute verfügbaren Medien besondere Bedeutung zur Darstellung und Vermittlung zu.

Das eintägige Vortragsprogramm wird ergänzt durch einen Workshop zum Rahmenthema und mehrere ganz- und halbtägige Exkursionen. Vor- und Nachexkursionen können je nach Interesse und nach Richtung der An- und Abreise individuell ausgewählt werden. Ein geologischer Spaziergang durch Freiburg mit Münsterführung bildet den Auftakt der Tagung.
Schwerpunkte sind dann die drei ganztägigen Exkursionen in den Kaiserstuhl, den Mittleren und den Südschwarzwald (Badenweiler-Lenzkirch-Zone) sowie eine halbtägige Führung zum Bergbau in der Umgebung.

Call for papers: http://geotop2019.de

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Tagungsort ist der Schlossbergsaal des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg.

 

GeoTop 2018
„Geotope als außerschulische Lernorte studieren, erleben und inszenieren“.

22. Internationale Jahrestagung der Fachsektion Geotope & Geoparks der DGGV im grenzüberschreitenden GEOPARK Bayern-Böhmen 03.-06.05.2018, Selb

Geotope sind die unbelebten Zeugnisse der Erdgeschichte. Um sie in ihrer Bedeutung einzuordnen, sind meist gute geowissenschaftliche Kenntnisse erforderlich. Wie können die komplexen geologischen Zusammenhänge aber dem Laien näher gebracht werden? Wie aus einer scheinbar „trockenen“ Materie ein Erlebnis werden? Dies gerade auch im Hinblick darauf, die Attraktivität von Geotopen für jüngere Zielgruppen zu steigern.

Das Tagungsthema „Geotope als außerschulische Lernorte studieren, erleben und inszenieren“ richtet sich an Geowissenschaftler ebenso wie an Lehrkräfte und an in der Umweltbildung, insbesondere in Geoparks tätige Personen (Geoparkführer, Geoparkranger). Durch Vorträge und Poster werden Best Practice-Beispiele präsentiert, wie Erdgeschichte und komplexe geologische Prozesse anschaulich und erlebbar unter Einbeziehung von Geotopen vermittelt werden können … von zielgruppengerechten Aufgabenstellungen bis hin zu inszenierten Rollenspielen.

Das eintägige Vortragsprogramm wird ergänzt durch einen Workshop zum Rahmenthema und mehrere ganz- und halbtägige Exkursionen. Vor- und Nachexkursionen können je nach Interesse und nach Richtung der An- und Abreise individuell ausgewählt werden. Zu den Schwerpunkten gehören eine ganztägige Exkursion in den tschechischen Teil des Geoparks, der Besuch des GEO-Zentrums an der KTB (mit Besuch des GEO-Labors), Spaziergänge rund um die schönsten Geotope der Oberpfalz sowie fachliche und szenische Führungen im Felsenlabyrinth der Luisenburg und auf den Spuren Alexander von Humboldts in Goldkronach.

Ausdrücklich sind auch Vertreter der tschechischen Geoparks und Geotop-Interessierte aus dem Nachbarland zu der Tagung eingeladen.

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Tschechische Beiträge werden ggf. synchron übersetzt.

Tagungsort ist das Porzellanikon in Selb-Plößberg, Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Rosenthal AG.

>> Artikel in GMit - Geotop 2018 — 22. Internationale Jahrestagung der Fachsektion GeoTope und GeoParks der DGGV in Selb - Seite 82-83

 

GeoTop 2017
Von der "Klassischen Quadratmeile" bis ins 21. Jahrhundert - die gesellschaftliche Relevanz von Geotopen im Wandel der Zeit

Weltkulturerbestätte Rammelsberg / Goslar vom 18. – 21. Mai 2017
21. Fachtagung der Fachsektion Geotope & Geoparks in der DGGV

im UNESCO-Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen
Das Erzbergwerk Rammelsberg liegt inmitten der „Klassischen geologischen Quadratmeile“, die den Pionieren im 18. und 19. Jahrhundert auf engem Raum die Grundlagen ihres Fachgebietes vor Augen führte. Während Aufschlüsse ursprünglich bei der Rohstoffsuche beachtet wurden, kam ihnen danach mehr und mehr eine Schlüsselposition bei der Erforschung geologischer Vorgänge zu. Mit dem Rückgang der Rohstoff-Exploration im ausgehenden 20. Jahrhundert fanden Aufschlüsse fast nur noch als lebloser Rahmen schützenswerter Biotope Beachtung. Mit der Definition von Geotopen, die durch ihre wissenschaftliche Aussagekraft allein Bedeutung und Schutzwürdigkeit genießen, wurde vor 25 Jahren eine neue Ära eingeläutet. Heute werden Geotope vor allem auch in den  Geoparks als Schlüssel-Orte für das nachhaltige Wirtschaften des Menschen mit den geologischen Ressourcen gepflegt.

Vor diesem Hintergrund rufen wir Sie auf, bis zum 15. Januar 2017 Vorträge oder Poster anzumelden: Geotop2017@email.de
Begleitende Exkursionen (20. und 21. Mai) werden in den Oberharz und das westliche Braunschweiger Land führen.

Tagungsort: Museum & Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg , Bergtal 19, 38640 Goslar, www.rammelsberg.de

Unterkünfte finden Sie hier: www.goslar.de/tourismus/uebernachten   Aktuelle Infos zur Tagung finden Sie unter www.dggv.de/fachsektionen/fachsektion-geotope-und-geoparks.html

2. Zirkular "Geotop 2017">> 

Anmeldung Geotop 2017 (word-doc)

 

 

GeoTop 2016
Kultur. Wert. Stein.Verantwortung und Chancen für Geoparks

Geologen und Vertreter von Geoparks, Rohstoffunternehmen, Landesbehörden,Universitäten und Wirtschaftsvereinen aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und der Schweiz tagten unter Schirmherrschaft des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 28.04. bis zum 01.05.2016 im Hotel Kloster Nimbschen bei Grimma zum Thema „Kultur. Wert. Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“.

Hier finden Sie einen Tagungsbericht, der in der Zeitschrift "bergbau. Zeitschrift für Rohstoffgewinnung, Energie, Umwelt" des "RDB Ring Deutscher Bergingenieure" erschienen ist. 

 

Kultur.Wert.Stein

Die wissenschaftliche Sensation war groß, nicht nur für Sachsens Geologie: Als einen Supervulkankomplex bezeichnete der Freiberger Vulkanologe Christoph Breitkreuz nach neuesten Forschungen den nordwestsächsischen Vulkanitkomplex südöstlich von Leipzig, dessen geologische Geschichte heute der Nationale Geopark Porphyrland erzählt. Hier ereigneten sich vor  rund 290 Mio. Jahren vulkanische Eruptionen aus riesigen n unterirdischen Magmenkammern, die mit Magnituden über 8 und 9 zu den stärksten der Welt gehören. Gewaltige Glutwolken und pyroklastische Ströme förderten das Material an die Oberfläche, das heute Gesteinsdecken von vielen hundert Metern Dicke bildet. Es handele sich um eines der größten spätpaläozoischen Vulkanfelder  Europas, betonte Breitkreuz vor rund 130 Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und der Schweiz der  GeoTop-Tagung  vom 28. April bis 1.Mai in Kloster Nimbschen. Unter dem Thema „Kultur.Wert Stein – Verantwortung und Chancen für Geoparks“ war hier der Nationale Geopark Porphyrland Gastgeber der 20. Internationale Jahrestagung GeoTop der Fachsektion GeoTop der DGGV, zugleich 40. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der DGGV.  Die Tagung stand unter Schirmherrschaft des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Zu einem außergewöhnlichen Ereignis wurde die Tagung durch das Auftreten der Vertreter der UNESCO, die das Label „UNESCO-Geopark“ als neue Kategorie der internationalen Naturerbe-Pflege im Rahmen ihres internationalen geowissenschaftlichen Programms (IGSP) erstmals öffentlich in Deutschland präsentieren. Dr. Margarete Patzak von der UNESCO Division of Ecological and Earth Sciences  in Paris stellte das neue Programm  und die Anforderungen an die Bewerber vor und ermunterte den Geopark Porphyrland zu Antragstellung. Dr. Kristin Ragnes stellte das bestehende Netzwerk der europäischen Geoparks (EGN) vor, dem bereits sechs deutsche Geoparks, darunter auch der Internationale Geopark „Muskauer Faltenbogen“ in Sachsen, Brandenburg und Polen angehören. Sie betonte dessen neue Bedeutung als aktives regionales Netzwerk der Geoparke für die globale Vereinigung der UNESCO-Geoparks. Sie lud den Geopark Porphyrland ein, sich in dessen Arbeit einzubringen.

Auf der Tagung hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit der Rohstoffindustrie mit den Geoparks. Sachsen ist ein Rohstoffland, betonten sowohl der Präsident des sächsischen Oberbergamtes, Bernhard Cramer als auch Peter Jantsch, Referatsleiter Rohstoffe und Umwelt im sächsischen Wirtschaftsministerium. Beide setzten auf die Zusammenarbeit von Geoparks und Rohstoffunternehmen für ein realitätsnahes Rohstoffbewusstsein als Teil der Umweltbildung auch in Geoparks.

Exkursionen führten die Teilnehmer u.a. zu den Nationalen Geotopen Rochlitzer Berg und Kleiner Berg Hohburg.

(Quelle: Geopark Porphyrland. SteinReich in Sachsen)

Der Tagungsband ist zum Preis von 38 Euro unter info@remove-this.dggv.de erhältlich.    

 

Kontextspalte

Kontakt

Dr. Henning Zellmer
Leiter der FS Geotope und Geoparks
Geschäftsstelle Geopark Harz,
Braunschweiger Land/Ostfalen
Wasserburg Niedernhof 6
D-38154 Koenigslutter am Elm

T +49 5353 913235
F +49 5353 9109505

Saurierfährten

Saurierfährten in einem Naturwerksteinbruch in den Bückebergen (Foto: H.-Gerd Röhling)