Internationales Team untersucht Bohrkerne aus einer Verwerfungszone vor der Küste Japans.
Einige der ersten veröffentlichten Daten der Expedition wurden jetzt in Science veröffentlicht. Sie zeigen, dass sich die Verwerfungszone im Japanischen Graben – der tiefen Ozeangrenze, an der eine tektonische Platte unter eine andere abtaucht – zu einer dünnen, lehmreichen Schicht verengt, die direkt unter dem Meeresboden verborgen ist. Diese schwache Schicht ermöglichte es dem „Megathrust“-Erdbeben von 2011, sich bis zum Graben auszubreiten und eine 50 bis 70 Meter flache Verschiebung zu verursachen, bei der große Teile des Meeresbodens verschoben wurden.
Die Kerne wurden bei Expedition 405 des International Ocean Discovery Programs im Jahr 2024 gewonnen, bei der sowohl Ikari als auch Zhang an Bord des japanischen Bohrschiffs CHIKYU waren. Ziel war es, durch die Verwerfung und in das Sediment der Pazifischen Platte zu bohren. Die Expedition erreichte eine Gesamtbohrrohrlänge von 7.906 Metern unter der Meeresoberfläche und wurde von Guinness World Records als die tiefste wissenschaftliche Meeresbohrung anerkannt, die jemals durchgeführt wurde. Mehr erfahren…
