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Eine wandernde Ablösefront in der Tiefe könnte Dehnung, Stauchung und Erdbeben im Gebirge miteinander verbinden.

Geologisches Paradox: Die Apenninen werden in ihrem Inneren gedehnt, während ihr äußerer Rand zum Adriatischen Vorland hin zugleich gestaucht wird. Eine neue Studie führt dieses Muster auf eine wandernde Ablösefront in der Tiefe zurück, an der sich die untere Kruste vom darüberliegenden Krustenpaket löst und in den Erdmantel absinkt.

Florenz (Italien). Die Apenninen ziehen sich wie ein Rückgrat durch die italienische Halbinsel. Unter dem Gebirge wirken jedoch gegensätzliche Kräfte: Im Inneren wird die Kruste auseinandergezogen, weiter östlich wird sie zusammengeschoben. Das wirkt widersprüchlich. Zugleich konzentrieren sich viele Erdbeben in einem schmalen, wandernden Gürtel, dessen Zusammenhang mit diesen gegenläufigen Bewegungen lange umstritten war.  Mehr erfahren…