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Der Wärmebedarf des Berliner Olympiastadions könnte rechnerisch vollständig durch oberflächennahe Geothermie gedeckt werden. Das zeigen Modellberechnungen, die Forschende des LIAG-Instituts für Angewandte Geophysik aus Hannover und der Universität Göttingen gemeinsam mit Partnern für den Olympiapark Berlin durchgeführt haben. Dafür nutzen sie Daten und Analyseverfahren aus dem Forschungsprojekt WärmeGut, darunter digitale Werkzeuge des bundesweiten Geothermischen Informationssystems GeotIS. Die Ergebnisse zeigen zugleich, welches Potenzial große Sportflächen für die Wärmewende in Städten bieten können. In Deutschland gibt es rund 230.000 Sportanlagen, von denen ein großer Teil energetisch saniert werden muss.

Theoretische Auslage von zwei verschiedenen Erdwärmesonden-Großfeldern mittels GIS-basierter Freiflächenanalyse: oben im Bereich Olympiastadion bis Maifeld für einen Bestandsbau und links unten für Stadionneubau im alten Reiterstadion. In dem analytischen Modell wurde ein Sondenabstand auf 15 m für des Olympiastadion und 6 m für das Reiterstadion gelegt. Mit konkreter Sondenfeldplanung kann die Sondenanzahl erheblich reduziert werden. Quelle: LIAG-Institut für Angewandte Geophysik, Erstveröfftl. in der Fachzeitschrift „Geothermische Energie“, Heft 115, Bundesverband Geothermie.
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