Ein weltweit einzigartiges Projekt in Island könnte völlig neue Wege der Energiegewinnung eröffnen.
Ein Forschungsteam der Ludwig‑Maximilians‑Universität München (LMU) plant ein weltweit einmaliges Projekt: Am Vulkanfeld Krafla in Island, dessen Magmakammer ungewöhnlich dicht unter der Erdoberfläche liegt, soll direkt in flüssiges Magma gebohrt werden, um dort Mess‑ und Sensortechnik zu platzieren. Ziel ist nicht primär die Nutzung der Hitze zur Energiegewinnung wie bei herkömmlicher Geothermie, sondern das Erforschen und Entwickeln einer völlig neuen Form der Erdwärmenutzung.
Die Magmakammer befindet sich nur etwa zwei Kilometer unter der Oberfläche, was die besondere Chance bietet, Sensoren unmittelbar im geschmolzenen Gestein zu installieren. Zwei parallele Bohrungen sollen genaue Daten über Druck‑ und Temperaturveränderungen liefern und helfen zu verstehen, wie das Magma auf Eingriffe reagiert – Wissen, das bislang nur theoretisch existiert. Mehr erfahren…
