Das Potenzial von Tiefengeothermie hängt auch davon ab, wie sich die gewonnene Wärme speichern und in bestehende Systeme integrieren lässt. In Wien beginnt nun der Praxistest. Mario Wasserfaller.
Die jüngsten Konflikte in den erdölreichsten Regionen der Welt führen erneut vor Augen, wie abhängig die Energieversorgung noch immer von fossilen Rohstoffen ist. Ein Blick auf die Energiebilanz zeigt, wo der größte Hebel für die Dekarbonisierung liegt: In Österreich entfällt rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf Wärme und Kälte, in Haushalten sogar mehr als zwei Drittel. Ein Teil der Wärme wird über Fernwärmenetze bereitgestellt. Mit rund 25 Terawattstunden (TWh) pro Jahr deckt die Fernwärme etwa zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs von rund 285 TWh ab. Ein erheblicher Anteil davon stammt nach wie vor aus fossilen Quellen, vor allem aus Kraft-Wärme-Kopplung. Mehr erfahren…

