Vor 750 Jahren wurde der Grundstein für den Altenberger Dom gelegt und die Baumeister
beschäftigten sich intensiv mit den zu verwendenden Steinen. Die Zisterzienser sorgten für
geeigneten Baugrund, Gewinnung und Transport der Steine und schließlich den meisterhaften
Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Material. Besonders in der frühen Zeit des 1133
gegründeten Klosters Altenberg nutzten die Zisterzienser die typische Bergische Grauwacke als
Baustein. Dazu legten sie rund um Altenberg mehrere Steinbrüche an.
Der Rundgang im ehemaligen Klosterbereich wird zur spannenden Spurensuche in der
Kulturlandschaft, in Steinbrüchen und an Bau- und Kunstwerken. Höhepunkt der Führung ist ein
im Bergischen Land einmaliges Naturdenkmal und Geotop aus der Zeit, als die Wellen des
devonischen Meeres die Landschaft geformt haben. Der Wellengang des devonischen Meeres
hinterließ in Strandnähe auf dem Meeresboden charakteristische Spuren in Form von Rippeln.
Einmalig sind die Spuren, die dann die Austrocknung dieses Strandbereichs hinterlassen hat.
Bei der Entwässerung des Strandes tritt eine Volumenreduzierung auf, die als Schrumpfung
bezeichnet wird. Besonders augenfällig wird die Schrumpfung durch Bildung von
Schrumpfungs- oder Trockenrissen, die ebenfalls fossil überliefert wurden. Diese Rissbildung
erfolgt durch Zusammenziehen der Schichtoberfläche und ist polygonal angeordnet.
Kosten: 8 €
Anmeldung: erbeten, unter LuGeV@web.de oder +49 2207 912884