Am diesjährigen deutschlandweiten „Tag des Geotops“ sollen auf einem Spaziergang die drei
verfallenen Steinbrüche im reizvollen Bimbergtal aufgesucht werden. Sie gewähren einen Blick zurück
in die Kreide-Zeit vor 90 Mio. Jahren, als unsere Region von der Ur-Nordsee bedeckt war. In den
Gesteinen kommen gelegentlich Fossilreste vor. Es sind hauptsächlich mehrere Zentimeter große,
kräftig berippte Schalen von Muscheln namens Inoceramus lamarcki. Diese Muscheln und weitere
Fossilien sowie im Gestein erkennbare Lebensspuren zeigen, dass sie als Meeresablagerungen in
einem flachen Schelfmeer entstanden sind. Sie stammen aus einer Zeit, als global ein warmes Klima
herrschte und der Meeresspiegel gegenüber heute deutlich höher lag. Das gesamte Münsterland und
das Ruhrgebiet waren damals bis weit über den Haarstrang hinaus vom Meer überflutet, die südliche
Küstenlinie verlief im Sauerland.
Der Spaziergang ist auch für Kinder interessant und geeignet.
* Anfahrt: Autobahnkreuz Unna/Ost (A 44/443), Richtung Unna zur B1. Darauf 2 300 m nach Osten Richtung Werl. Auf der Höhe von Mühlhausen (nicht ins Dorf hineinfahren!) gegenüber der Straße Hohlweg am Schild „HRB Bimberghof“ nach rechts einbiegen (Sackgasse, Teil d. Radwege A3, U2 u. U4) und auf den Parkplatz im Tal fahren. Der erste Steinbruch liegt an dem Weg ca. 200 m weiter.
* Kosten: keine