Der Freundeskreis Grugapark Essen stellt am Tag des Geotops in Zusammenarbeit mit der
Parkverwaltung die Geologische Wand im Grugapark Essen vor. Bei Führungen werden die geologischen
Objekte erklärt und Relikt-Pflanzen, die an der Kohlebildung beteiligt waren, in den Schauhäusern des
Parks sowie im Freiland besucht. Es wird auch im „Haus des Waldes“ ein Diorama aus den 1965er-Jahren
gezeigt, das die Entstehung von Steinkohle und Braunkohle aus der Vegetation ihrer Zeiten
veranschaulicht.
Im 1928 eröffneten Botanischen Garten der Stadt Essen, heute ein Teil des Grugaparks, befindet sich die
Geologische Wand. Sie gibt im Maßstab 1 : 1 500 das vereinfachte geologische Profil durch den Unter-
grund des Essener Stadtgebietes in Nordwest-Südost-Richtung wieder. Mit 15 m Länge und 1,5 m Höhe
gehört dieses aus geologischer und pädagogischer Sicht bedeutsame Werk zu einer der größten,
inzwischen auch einer der wenigen noch erhaltenen, geologischen Wände in Europa. Mit
Originalsteinmaterial aus den entsprechenden Schichten des geologischen Untergrundes werden die
Gesteinsschichten mit den Kohleflözen und die durch gewaltige Kräfte entstandenen Faltungen
dargestellt. An der Wand befinden sich zusätzlich die Abgüsse eines Siegelbaumes (Karbon-Zeit, ca.
361 – 296 Mio. Jahre v. h.) und eines Riesenammoniten (Kreide-Zeit, ca. 145 – 66 Mio. Jahre v. h.) sowie
das Original eines Mammutbaumstumpfes (Tertiär-Zeit, ca. 66 – 2,6 Mio. Jahre v. h.). Eine grundlegende
Sanierung der Wand erfolgte bis 2002 unter Führung des Freundeskreises Grugapark mithilfe vieler
Spenden, besonders auch die der Deutschen Steinkohle AG, heute RAG Aktiengesellschaft.
* Beginn der Führungen: 11.00 und 15.00 Uhr
* Kosten: Parkeintritt