Skip to main content

Geotop des Monats Januar 1970

Strudelloch beim Krai-Woog-Gumpen


Es handelt sich um ein großes Strudelloch (Kolkloch) oberhalb eines etwa 4 m hohen Wasserfalls, des Krai Woog Gumpen, wo der Schwarzenbach über eine Schwelle aus Albtalgranit hinabstürzt. Dieses Strudelloch, ein weiteres sowie mehrere kleinere, die bis 1955, als sie entdeckt und freigelegt wurden, unter Waldboden verborgen waren, wird in der Literatur und in den Tourismusprospekten als Gletschermühle bezeichnet. Eher handelt es sich um fluviatile, nach den Eiszeiten gebildete Erosionsformen. Sie entstanden, als fließendes Wasser härtere Gesteinsbrocken in Mulden des anstehenden Gesteins in Rotation versetzte und mit der Zeit diese Hohlformen aus dem harten Gestein herausschliff.

Weiterführende Literatur:

Geyer, O.F., Schober, T. & Geyer, M. (2003): Die Hochrhein-Regionen zwischen Bodensee und Basel.- Sammlung geologischer Führer, Bd. 94, 526 S., 110 Abb.; Berlin.

Huth, T. & Junker, B. (2004): Geotouristische Karte von Baden-Württemberg 1 : 200.000 – Schwarzwald und Umgebung; Erläuterungen mit 440 S., 255 Abb., 1 Kt.; Freiburg i. Br.

Details

Bundesland
Baden-Württemberg
Landkreis
Waldshut
Ort
Gemeinde Görwihl-Strittmatt