China verhindert den Export wichtiger Rohstoffe für die Rüstungsindustrie. Ein Projekt in England könnte das lösen. Doch mal wieder droht Europa abgehängt zu werden. Judith Henke
Plymouth, Frankfurt. Rehe huschen über die Hänge, kurz halten sie inne und schauen neugierig die Besuchergruppe an, die den Tagebau in Plymouth, einer Hafenstadt im Südwesten Englands, besichtigt. Bislang ist nichts davon zu sehen, dass hier schon in wenigen Jahren eine Mine eines der drängendsten Probleme der europäischen Rüstungsindustrie lösen könnte. Nur der Wind pfeift über die offene Fläche. Deshalb muss Alistair Stobie seine Stimme anheben, während er spricht.
Der Finanzchef erklärt nun die Pläne des Unternehmens Tungsten West an diesem Ort: Man wolle, sagt Stobie, in dem rötlich-braunen Krater künftig Wolfram abbauen. Schätzungsweise 3400 Tonnen könne man ab 2027 hier pro Jahr produzieren, ein nennenswerter Weltmarktanteil des Stoffs. Dafür braucht es 93 Millionen US-Dollar. Mehr erfahren…
