Am 31. August hat sich um kurz nach 21 Uhr MESZ (lokale Uhrzeit: 23.47 Uhr) ein Erdbeben der Magnitude 6,1 östlich von Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, ereignet. Nach bisherigen Medienberichten sind mehrere Hundert Menschen dabei gestorben und Tausende verletzt worden. Der Bebenherd lag in ca. 14 Kilometern Tiefe.
In der Region kommt es häufig zu Erdbeben, darunter immer wieder auch schwere. Die Ursache dafür ist die Bewegung von Erdkrustenplatten (Tektonik). In dieser Region liegen mehrere geologische Bruchzonen („Verwerfungen“), die ihren Ursprung in der Kollision der Indischen Platte mit dem Eurasischen Kontinent haben. Die Indische Platte schiebt sich dabei in die Eurasische Platte. Es entstand ein sehr breiter Deformationsgürtel, in der sich die Erdkruste auffaltet wie in einer Knautschzone. Zugleich kommt es an Verwerfungen zu starken Spannungen und einem Aufstauen elastischer Energie. Diese Energie wird dann ruckartig bei Erdbeben freigesetzt. Mehr erfahren…
