Ein 1948 für unmöglich erklärter Materiezustand ist in zwei Dimensionen doch möglich. Das fiktive Material verbindet Eigenschaften von amorphen Stoffen und Kristallen. Reinhard Kleindl.
Glas gehört nicht nur zu den wichtigsten Materialien, die die Menschheit je nutzbar gemacht hat, sondern auch zu den ungewöhnlichsten. In der Regel besteht es aus den Elementen Silizium und Sauerstoff, die sich zu einem durchsichtigen, spröden Feststoff zusammenfügen, der an Kristall denken lässt.
Doch die Ähnlichkeit mit Kristallen führt in die Irre. Glas ist, wie die Flüssigkeiten, die wir gern aus den daraus gefertigten Gefäßen zu uns nehmen, bei genauerem Hinsehen „amorph“. Das bedeutet, dass die Atome ungeordnet sind. Eine neue Studie, die kürzlich im Fachjournal Physical Review Letters erschien, stellt nun einige etablierte Vorstellungen über Glas auf den Kopf. Mehr erfahren,…
