Neu entdecktes Platten-Bruchstück und Sedimentkeil machen Dreifach-Plattengrenze noch komplexer.
Fünf statt drei: Unter einer Dreifach-Plattengrenze in Nordkalifornien haben Geoforscher zwei weitere tektonische Akteure entdeckt – mit potenziellen Folgen für das Erdbebenrisiko. Die erste Entdeckung ist das abgebrochene Stück einer schon vor Millionen Jahren unter Nordamerika abgetauchten Erdplatte. Die zweite ein Keil aus abgeschabten und aufgestauten Sedimenten. Beide könnten die Gefahr eines Starkbebens am Übergang vom San-Andreas-Graben zur Cascadia-Verwerfung erhöhen, wie das Team in „Science“ berichtet.
Kalifornien liegt auf einem tektonischen Schleudersitz: Gleich mehrere Erdplatten kollidieren hier und bilden ein Netz aus miteinander verbundenen Verwerfungen, darunter den berühmten San-Andreas-Graben. An einigen dieser Verwerfungen gilt ein Starkbeben als längst überfällig. Mehr erfahren…
