Ein Forschungsteam startete am Montag, den 23. Februar mit dem Forschungsschiff SONNE von San Diego, USA aus in See. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Bohrmann erforschen die Wissenschaftler:innen der Universität Bremen und Partnerinstitutionen aus USA und Mexiko bisher wenig verstandene Vorkommen von Baryt-reichen Kalten Quellen am Meeresboden. Neben den an Vulkanismus bekannten heißen Quellen des Mittelozeanischen Rückens, treten Kalte Quelle in sehr unterschiedlichen geologischen Umgebungen am Meeresboden auf. Sie sind sowohl von passiven Kontinentalrändern mit rasch abgelagerten dicken Sedimentpaketen als auch von Subduktionszonen sowie von Schlammvulkanen und Regionen in der Umgebung von Salzstöcken bekannt.
Wenig bekannt sind Kalte Quellen, die an Verwerfungszonen gebunden sind, an denen die Erdkruste lateral versetzt wird, sogenannte Blattverschiebungen. Solche Blattverschiebungen, an denen eine Scholle gegen die andere horizontal mit Geschwindigkeiten von 35-56 mm pro Jahr verschoben wird, treten in Kalifornien häufig auf, von denen die San Andreas Verwerfung vor allem durch ihre zerstörerischen Erdbeben die bekannteste ist. Mehr erfahren…
