Gleichgewicht in der Strahlungsabsorption der Hemisphären hat sich messbar verschoben.
Gebrochene Symmetrie: Früher absorbierten Nord- und Südhalbkugel der Erde ungefähr gleich viel Sonnenstrahlung. Doch das hat sich geändert: Satellitendaten enthüllen eine zunehmende Asymmetrie zwischen den Hemisphären. Die Nordhalbkugel wird dunkler und wirft weniger Sonnenlicht ins All zurück als der Süden. Noch ist unklar, ob das irdische Klimasystem dies ausgleichen kann. Sollte sich der Symmetriebruch aber weiter verstärken, könnte dies weitreichende Folgen für das künftige Klima haben, wie Forscher erklären.
Das Erdklima beruht auf einem fein abgestimmten Gleichgewicht: Die einfallende Sonnenstrahlung liefert Energie und Wärme, überschüssige Energie wird als langwellige Wärmestrahlung in den Weltraum abgegeben. Durch den Klimawandel verschiebt sich diese Balance jedoch zunehmend. Zudem gibt es von Natur aus Unterschiede zwischen den Erdhalbkugeln: Die Erdoberfläche der Nordhalbkugel strahlt mehr Wärme ab als die vorwiegend von Meeren bedeckte Südhalbkugel.
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