Forschungsteam öffnet Blick in die geologische Vergangenheit mit „kosmischer Stoppuhr“
(pug) Australiens rote Wüsten bewahren bemerkenswerte Spuren der Entwicklung unserer Erdoberfläche. Diese können nun erstmals gelesen werden. Dabei hilft kosmische Strahlung aus dem Weltall. Forschende haben rekonstruiert, wie die Landschaften vor Millionen von Jahren geformt und Sandkörner über weite Strecken hinweg befördert wurden. Das Team der Universitäten Göttingen und Köln, sowie der Curtin University in Australien setzte dazu erstmals eine neue Methode ein. Eine Schlüsselrolle spielen dabei winzige Mengen des Edelgases Krypton, das vor langer Zeit unter dem Einfluss von kosmischer Strahlung in den Sandkörnern entstanden ist. Sie geben Aufschluss darüber, mit welcher Geschwindigkeit Gesteinsmaterial durch Erosion abgetragen und durch Wind oder Wasser an andere Orte verlagert wurden. So gelang es den Forschenden, sehr alte Landschaften zu untersuchen, die mit herkömmlichen Methoden schwer zugänglich sind. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. Mehr erfahren….
