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Zusammenfassung

Die Region Vogtland/Nordwest-Böhmen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ist ein Hotspot für Schwarmbeben. Im Frühjahr 2024 entwickelte sich in der Region Klingenthal-Kraslice der erste große Erdbebenschwarm seit 1897. Nun haben Forschende um Dr. Pinar Büyükakpinar vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung eine detaillierte Analyse der mehr als 8.000 Beben vorgelegt. Ihre Studie ist im Fachmagazin Nature Communications Earth and Environment erschienen. Die Auswertung präziser Messungen sowie Modellierungen zugrundeliegender Prozesse zeigen auf, wie sich die Beben zeitlich und räumlich entwickelt haben. Die Forschenden beschreiben zwei Schwarmbebenphasen: eine schnelle, bidirektionale und eine langsame, radiale Ausbreitung der seismischen Aktivität. Die zwei Phasen werden durch zwei separate Fluid-Chargen erklärt, die nacheinander in eine vorhandene Verwerfungszone in etwa 10 km Tiefe eindrangen. Insbesondere identifiziert die Studie den Einfluss von aufsteigendem CO2 und magmatischen Fluiden als wesentliche Ursache für den Erdbebenschwarm und unterstreicht die zentrale Rolle des Überdrucks in den Fluiden für die Schwarm-Dynamik.   Mehr erfahren….