Der Vulkankomplex der Phlegräischen Felder unter dem Ballungsraum der 900.000-Einwohner-Metropole Neapel in Italien hebt sich seit 2005 zunehmend an – begleitet von einer steigenden Anzahl kleiner Erdbeben. Diese Entwicklung sorgt in der dicht besiedelten Region seit Jahren für wachsende Aufmerksamkeit. Zwar sind solche Hebungs- und auch Senkungsphasen dort seit über tausend Jahren bekannt, doch der Zusammenhang zwischen Bodenhebung und Erdbebenaktivität ist komplex und noch nicht vollständig verstanden. Eine aktuelle Studie im Fachmagazin Nature Communications Earth and Environment zeigt nun, dass sich die langfristige Entwicklung der Erdbebenaktivität gut erklären lässt, wenn Spannungsänderungen in der Erdkruste mit dem Reibungsverhalten geologischer Störungen kombiniert werden. Die zusätzlich beobachteten Erdbebenschwärme lassen sich zumindest teilweise durch Wechselwirkungen zwischen einzelnen Erdbeben erklären und erfolgreich als überlagerte Nachbebenfolgen modellieren. Mehr erfahren…
