Zusammenfassung
In Subduktionszonen, wo eine tektonische Platte unter die andere taucht, können Nachbeben innerhalb der oberen Platte besonders gefährlich sein, da sie oft in geringer Tiefe unter dicht besiedelten Küstenregionen auftreten. Nach dem schweren Erdbeben von Iquique im Norden Chiles im Jahr 2014 mit einer Stärke von 8,2 wurden die Nachbebensequenz und die Oberflächendeformationen detailliert beobachtet und analysiert. Eine Studie im Fachmagazin Nature Communications unter der Leitung von Forschenden des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung und der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zeigt, dass das Hauptbeben durch die Deformation der oberen Erdkruste Fluidbewegungen in den Gesteinsporen auslöst, die eine räumliche und zeitliche Änderung des Porendrucks zur Folge haben. Diese Porendruck-Diffusion korreliert mit der Verteilung und dem zeitlichen Abklingen der Nachbebenaktivität. Das analysierte das Team unter der Leitung von Dr. Carlos Peña, indem es hochauflösende Aufzeichnungen der Nachbebensequenz, Zeitreihen der Oberflächendeformation aus Satellitendaten und 4D hydromechanische Modelle kombinierte. ….
