Streifen von verglasten Einschlagstrümmern in Brasilien ist erst sechstes Tektit-Streufeld der Erde.
Seltener Fund: In Brasilien haben Geologen einen bis zu 900 Kilometer langen Streifen aus verglasten Trümmern eines Meteoriteneinschlags entdeckt – eine Rarität. Denn dieses Tektit-Streufeld ist erst das sechste weltweit. Es entstand vor rund 6,3 Millionen Jahren durch den Einschlag eines großen Meteoriten. Ob es einen Krater gibt und wo dieser liegt, ist jedoch noch unbekannt. Die Gesteinstrümmer stammen aber aus einem der ältesten Teile der südamerikanischen Kontinentkruste, wie das Team in „Geology“ berichtet.
Wenn ein Meteorit oder Asteroid einschlägt, hinterlässt er nicht nur einen Krater. Die enorme Energie des Impakts schmilzt und verdampft auch große Mengen des Gesteins am Einschlagsort und schleudert sie bis hoch in die Atmosphäre. Dort erstarren diese Trümmer und werden zu verglastem Gestein. Bei sehr großen Einschlägen kann sich ein Teil dieses Impaktglases über halbe Kontinente verteilen – Geologen sprechen dann von Tektiten. Mehr erfahren…
