Der US-Konzern Schlumberger schließt seine Niederlassung Vechta zum Ende des Jahres. Der technische Dienstleister wird Opfer der Krise im Erdöl- und Gasmarkt.
„Ja, wir schließen in Vechta zum Ende des Jahres.“ Eine Nachricht, die weiterzugeben auch Standort-Geschäftsführer Jörn Borchardt offensichtlich schwerfällt. Wenn US-Konzern Schlumberger jetzt einen seiner deutschen Standorte aufgibt, dann ist das die Folge kontinuierlich sinkenden Auftragsvolumens, erklärte Borchardt. „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir aufgrund der Situation am Erdgas- und Erdölmarkt immer mit stark zurückgehenden Zahlen zu kämpfen. Nun kam noch die Corona-Pandemie und der Einbruch am Weltölmarkt hinzu ….“
Wie der Mutterkonzern tummelt sich auch die Dependance in Vechta im Bereich der Serviceleistungen und des Produktverkaufs rund um Öl- oder Gasfelder oder im Bereich der Geothermie. „Die schwierige Situation am Standort, mit der kennen sich die Mitarbeiter nun schon seit Jahren aus“, sagt Borchardt. „Wir waren ständig unter Druck. Es wurden immer wieder Konsolidierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen gefahren.“ Diese Maßnahmen schlugen sich auch in der Mitarbeiterzahl nieder. Im Internet finden sich ältere Zahlenangaben, die der Niederlassung mehr als 240 Mitarbeiter zuschreiben.
Anfang Mai fiel die Entscheidung, Vechta zu schließen
Anfang Mai sei die Entscheidung gefallen, Vechta zu schließen. Seither befinde man sich mit dem Betriebsrat „in sehr guten Gesprächen“, beschreibt Borchardt seinen Eindruck der Atmosphäre zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Ob in diesen Verhandlungen den Mitarbeitern Arbeitsplätze in anderen Schlumberger-Unternehmen angeboten werden können, das sieht Borchardt skeptisch und glaubt er eher nicht. Mehr erfahren…
