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Neue Methode hilft bei Entschlüsselung von Temperaturschwankungen.

Was wir heute über Klimaschwankungen in der geologischen Vergangenheit wissen, basiert weitgehend auf dem Anteil des schweren Sauerstoffisotops (18O) in marinem Kalzit der Tiefsee (δ18O). Dieser wird an den fossilen Schalen mikroskopisch kleiner Organismen gemessen, die seit Hunderten von Millionen Jahren auf dem Ozeanboden leben und als benthische Foraminiferen bezeichnet werden. Der Wert δ18O spiegelt ein mögliches Zusammenspiel von Meerestemperatur und kontinentalem Eisvolumen wider und hat in den vergangenen 50 bis 60 Jahren eine Fülle von Informationen geliefert, beispielsweise über die Eiszeiten der vergangenen 2,6 Millionen Jahre oder das eisfreie warme Klima des frühen Känozoikums vor 66 bis 34 Millionen Jahren.

Ein Problem der δ18O-Methode besteht jedoch darin, dass es nicht immer einfach ist, den Beitrag der Temperatur und den des Eisvolumens vom Signal zu trennen. Beispielsweise wurden im mittleren Oligozän vor etwa 28 Millionen Jahren große Schwankungen in der Sauerstoffisotopen-Zusammensetzung benthischer Foraminiferen mit einem Rhythmus von 110.000 Jahren als große Eiszeiten interpretiert, die einhergingen mit dem Wachsen und Schwinden der antarktischen Eisdecke um bis zu 90 Prozent ihrer heutigen Größe.  Mehr erfahren…