Die Bilder aus Südafrika erinnern an die Verwüstungen während des berühmten „Dust Bowls“ im Mittleren Westen der USA, einem Mitauslöser der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren: Ehemals wertvolles Weideland wird unter Sand begraben, verlassene Farmhäuser von Dünen verschüttet. Nun ist in den meisten Gegenden des südafrikanischen Richtersveldes ein teils dramatischer Rückgang der Vegetation und der Artenvielfalt zu verzeichnen. Dies haben ein Botaniker und ein Bodenkundler der Universität Hamburg gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Südafrika und Namibia anhand von Daten festgestellt, die bis zu 45 Jahre zurückreichen. So lange überwachen sie das Gebiet bereits, das mit 10.000 Quadratkilometern etwa halb so groß wie Hessen ist. Mehr erfahren…
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Hamburg hat im subsaharischen Afrika eine Wüstenausbreitung in einem dort nie zuvor beobachteten Ausmaß dokumentiert. Diese bedroht das südafrikanische Richtersveld, einen global bedeutenden Hotspot der Artenvielfalt mit vielen nur dort vorkommenden Pflanzen. Die Studie erschien im Fachjournal „Journal of Arid Environments“.
