Damit der innere Kern unseres Planeten erstarren konnte, brauchte er Helfer: leichte Elemente in seiner Eisenschmelze. Ein neues Modell verrät nun, dass Kohlenstoff dabei eine Schlüsselrolle gespielt haben könnte. Denn anders als Silizium, Schwefel oder Sauerstoff fördert eine Kohlenstoff-Beimischung das frühe Auskristallisieren von Eisen. Die Metallschmelze muss weniger stark unterkühlen, bevor sie erstarrt, wie die Simulationen ergaben. Was sagt uns dies über die Zusammensetzung des Erdkerns?
Der Kern unseres Planeten ist zweigeteilt: Ein fester Innenkern wird vom schmelzflüssigen Eisen-Nickel-Bad des äußeren Erdkerns umspült. Erst durch die Interaktion beider Kernteile entsteht das Erdmagnetfeld – eine wichtige Voraussetzung für das irdische Leben. Doch wann und wie der innere Erdkern auskristallisierte, ist strittig: Einigen Studien zufolge geschah dies schon vor mehr als drei Milliarden Jahren, andere halten einen komplett flüssigen Kern bis vor 550 Millionen Jahren für möglich. Mehr erfahren….
