Zusammenfassung
Aufgrund des Klimawandels sind auch in Deutschland künftig vermehrt Extremwetterereignisse wie Hochwasser zu erwarten. Dies hat für das Gesundheitswesen verdeckte Risiken zur Folge, die bislang noch kaum im Fokus von Resilienzplanungen waren: Beschränkungen in der Zugänglichkeit von Krankenhäusern und der Versorgung mit medizinischen Produkten durch überflutungsbedingte Beeinträchtigungen im Verkehr. Das haben deutschlandweite Modellierungen von einem Team um Dr. Seth Bryant vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung aufgedeckt, die damit eine bedeutende Lücke in der Hochwasservorsorge schließen. Sie nutzten das regionale Hochwassermodell des GFZ und erweiterten es mit Algorithmen, die Hochwasserausbreitung auf der Ebene von Verkehrswegen berücksichtigen und realistische Umleitungen und Fahrzeitverzögerungen simulieren können. So lassen sich auch Einflüsse auf Krankenhäuser ermitteln, die nicht direkt von Überflutung betroffen sind. Die Studie ist im Fachmagazin Nature Communications Earth and Environment erschienen. Mehr erfahren…
