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Weltweit gibt es 425 „carbon bombs“: fossile Großprojekte mit einem potenziellen Ausstoß von mehr als einer Gigatonne CO₂. Banken und Versicherer könnten sie entschärfen.
In einem Sessel in einer der Hallen in Scharm al-Scheich, in denen zurzeit über das Klima der Welt verhandelt wird, sitzt Kjell Kühne und versprüht Optimismus. „Noch in dieser Dekade werden wir das fossile Zeitalter überwunden haben – in einem großen Teil der Welt, für einen großen Teil der Nutzungen“, sagt er und grinst. „Da ist ganz viel Dynamik. Was wir jetzt sehen, ist ein letztes Aufblähen der fossilen Industrie.“

Kühne ist so schlank, dass man ihn fast schmächtig nennen könnte. Sein Hemd ist einen Knopf weiter aufgeknöpft als bei den meisten anderen Männern hier. Er kommt aus Deutschland, mittlerweile lebt er in Mexiko. Kühne ist Umweltaktivist, Wissenschaftler und Gründer der Leave it in the Ground Initiative – „it“, damit sind fossile Rohstoffe gemeint. „Das Zeug muss im Boden bleiben“, sagt er, als wäre nichts leichter als das. Mehr erfahren…