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Die Coronavirus-Pandemie hat der modernen Zivilisation ihre eigene Verletzlichkeit vor Augen geführt. Fachleute warnen nun davor, dass die Gefahr eines massiven Vulkanausbruchs noch immer sträflich vernachlässigt wird – mit womöglich drastischen Folgen.

Ein massiver Vulkanausbruch könnte die Welt in eine Krise von ähnlichem finanziellem Ausmaß stürzen wie die Pandemie. Davor warnen Michael Cassidy und Lara Mani vom Centre for the Study of Existential Risk (CSER) an der Universität Cambridge und von der Uni Birmingham.

In einem Kommentar, den die Expertin und der Experte im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten, mahnen sie eindringlich, die Gefahr ernst zu nehmen und mehr Geld in die Beobachtung von Vulkanen und die Vorbereitung auf den Ernstfall zu stecken. Die Welt sei „bedauernswert unvorbereitet“ für einen massiven Vulkanausbruch und die wahrscheinlichen Folgen für globale Lieferketten, Klima und Nahrungsmittel, heißt es darin.

Mani und Cassidy zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der Stärke 7 oder größer in 100 Jahren bei etwa 17 Prozent. Die Analyse von Schwefelkonzentrationen in Eisbohrkernen ergab demnach, dass solche Ausbrüche statistisch gesehen alle 625 Jahre auftreten.

Asteoriden stärker beobachtet als Vulkane

Eruptionen dieses Ausmaßes hätten in der Vergangenheit abrupte Klimaveränderungen und den Kollaps ganzer Zivilisationen ausgelöst, warnte die Risiko-Expertin Lara Mani einer Mitteilung zufolge. Sie vergleicht die klimatischen Folgen eines massiven Vulkanausbruchs mit dem Einschlag eines Asteroiden von einem Kilometer Durchmesser auf der Erde. Mehr erfahren…