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Nationale GeoParks in Deutschland

Geopark Vulkanregion Vogelsberg

Unterwegs auf Europas größtem Vulkanfeld!

Geotop Dicke Steine bei Homberg (Ohm) – Geotop des Jahres 2018 Quelle: Susanne Jost

Die Zertifizierungskommission Nationale GeoParks der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat am 3. November 2020 den Geopark Vulkanregion Vogelsberg zum 17. Nationalen GeoPark in Deutschland ernannt.

Urig, sagenhaft und einzigartig – eine feurige Vergangenheit

Mitten in Deutschland und mitten in Hessen, gut erreichbar zwischen Frankfurt und Kassel, zwischen Gießen und Fulda, liegt der Vogelsberg. Es ist das größte zusammenhängende Vulkanmassiv Mitteleuropas mit 2.500 Quadratkilometern Fläche und einem Durchmesser von 65 Kilometern. Das geografische Zentrum befindet sich im Bereich des sogenannten Hohen Vogelsberges mit dem Taufstein (773 m N.N.) und dem Hoherodskopf (764 m N.N.).

Auf einer Landkarte betrachtet erscheint die Vulkanregion wie ein riesiger, sanft ansteigender Einzelvulkan. Auch in der touristischen Vermarktung wird vom „Vulkan Vogelsberg“ gesprochen. Eine fälschliche Vorstellung wie man heute weiß. Kein zentraler Vulkan hat diese urwüchsige Landschaft geformt, sondern viele verschiedene Ausbruchsstellen und -arten im Erdzeitalter des Tertiärs – es entstanden Schlackenkegel, Maar- und Kraterseen und Spaltenvulkane, selbst Lavafontänen sind nachweisbar. Die vulkanischen Aktivitäten des Vogelsbergs stellen die Hochphase des Vulkanismus in Deutschland dar. Lavaströme flossen zum Teil bis vor die Tore des heutigen Frankfurts.

Ehemalige Vulkanschlote, erstarrte Lavaströme und Lavaseen zeigen das für den Vogelsberg typische dunkle Vulkangestein – den Basalt. Das dominierende Gestein tritt heute noch an unzähligen Stellen zu Tage und wird in Steinbrüchen für die Bauindustrie gewonnen.

Nach zahlreichen Aktiv- und Ruhephasen im Zeitraum vor ca. 19-15 Millionen Jahren kam die Region im Inneren langsam zur Ruhe. Das äußere Bild ist durch Kaltzeit, Erosion und Verwitterung tiefgreifend verändert worden, die weicheren vulkanischen Schichten wurden flächenhaft abgetragen und die für die Region so typischen Täler mit kleinen Wasserläufen schnitten sich ein. Härtere Basalte in Schloten und vulkanischen Gängen stehen deshalb an der Erdoberfläche an und bilden heute teils bizarre Formen. Ehemalige Schlote kann man noch als Kuppen erkennen, auf denen oft Orte thronen, z.B. Amöneburg oder Ulrichstein. Dort wo durch den Basaltabbau die Schlotfüllungen aufgeschlossen wurden, zeigen sich die typischen Fünf- oder Sechskantsäulen des Vogelsberger Basaltes.

Im Land der tausend Vulkane

Die heute idyllisch wirkende Mittelgebirgslandschaft hat eine Vielzahl geologischer Objekte zu bieten, die dem Besucher einen anschaulichen Einblick in die erdgeschichtlichen Vorgänge gewähren. Wussten Sie, dass unser höchster Gipfel im Oberwald, der Geotop Taufstein, ein mächtiger Lavastrom war, der zu einer Blockhalde zerbrochen ist? Der Vulkanschlot, der diese Lava förderte, ist nicht mehr zu lokalisieren. Die mächtigen Felsblöcke lassen aber noch die Menge an Auswurfmaterial erahnen, welches heute das Dach des Vogelsberges bildet. Auch der bekannte Hoherodskopfgipfel ist eine solche Ausbruchstelle, genau wie der Bilstein, der Geiselstein oder der markanteste Vulkanschlot im hohen Vogelsberg – der Schlossberg von Ulrichstein.

Vulkanismus und Leben

Der größte Schatz der Region sind die zahlreichen – nicht nur vulkanischen – geologischen Sehenswürdigkeiten, die als eine Art Fenster in die Erdgeschichte besondere Einblicke in die geologische Entstehung des Vogelsberges bieten. Die Vielfalt dieser Geotope reicht von Basaltsteinbrüchen, über Kaolin-, Sand- und Farberdengruben, Buntsandstein- und Kalkbrüchen, bis zu Ton- und Bauxitgruben sowie zahlreichen Eisenerzabbaustellen. Auch die unzähligen Felsgeotope, die bisweilen spektakulär aus dem Boden ragen, sind einen Besuch wert – zumal dort oft eine herrliche Fernsicht über die Vulkanregion genossen werden kann. Seinen Quellenreichtum verdankt der Vogelsberg seiner vulkanischen Entstehung und liefert wertvolles Trinkwasser ins Rhein-Main-Gebiet.

Der Vogelsberger liebt seine Geschichten und Erzählungen. Die Mythen und Sagen der Region erwachen durch Namen wie „Hölle von Rockenberg“, „Bonifatiuskanzel“, „Hexenstein“, „Teufelskanzel“ oder „Wilder Stein“ zum Leben.

Begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise durch Hessens Mitte und erleben Sie die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Region!

Anschrift des Geoparks

Vulkanregion Vogelsberg Tourismus GmbH

Am Vulkaneum 1

63679 Schotten
Telefon: (+49) 0 60 44 / 96693 0

und  (+49) 0 66 41 / 977 265 (Hartmut Greb)

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Fünfte Geologische Exkursion der DGGV nach Namibia. Dieses Mal geht es in den Süden des Landes, u.a. zum Fish-River, in den AIU-Ais-Richtersveld-Nationalpark sowie in das ehemalige Diamanten-Sperrgebiet.

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Kontakt

Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV)

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Tel. 030-509 640 48